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Versorgungssicherheit von Fernwärme, Wasser und Abwasser


Stadtwerke

Als Ihr öffentlicher Partner vor Ort ist es die Kernaufgabe der Stadtwerke Schongau, unsere Kundinnen und Kunden sicher mit Energie und Wasser zu beliefern sowie das Abwasser reibungslos zu entsorgen und aufzubereiten. Daher investieren wir kontinuierlich in unsere Anlagen und Netze, wodurch wir allen Bürgerinnen und Bürgern Schongaus ein hohes Maß an Versorgungssicherheit bieten können.

Jedoch sind auch wir zutiefst erschüttert von den kriegerischen Handlungen Russlands und deren Auswirkungen in der Ukraine. Spätestens mit der Ausrufung der Alarmstufe des Notfallplans Gas durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sind die Folgen des Krieges in der deutschen Versorgungswirtschaft, und damit auch bei uns, angekommen. Auch wenn die Versorgungssicherheit in Deutschland derzeit gewährleistet ist und keine Versorgungsengpässe bestehen, machen sich viele Schongauer Bürgerinnen und Bürger Sorgen über eine ausreichende Versorgung mit Fernwärme und Wasser und über die Entsorgung des Abwassers durch die Stadtwerke Schongau.

An dieser Stelle können wir unsere Kundinnen und Kunden mit Blick auf die Netzstrukturen der Fernwärmeversorgung in Schongau beruhigen. Durch den Wärmeliefervertrag zwischen den langjährigen Partnern Stadtwerke und UPM wird die erforderliche Wärmeleistung für das Schongauer Fernwärmenetz gesichert bereitgestellt. Durch den Primärenergiemix aus regenerativen (Biomasse) und fossilen Brennstoffen (Erdgas) erfolgt die Wärmeerzeugung ausschließlich in energieeffizienten Kraftwärmekopplungsanlagen (KWK) sowie unter Nutzung von industrieller Abwärme.

Aufgrund der Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und dem weiterhin hohen Preisniveau am Gasmarkt wurde am 23.06.2022 die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die Alarmstufe, ausgerufen. Die Marktakteure (maßgeblich die Gas- und Stromnetzbetreiber) sind nun aufgefordert, sich zunächst in Eigenregie um eine Entspannung der Lage zu bemühen. Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, folgt die dritte Stufe, die sog. Notfallstufe, in der der Staat in den Markt eingreifen kann. Doch auch hier wären unsere Fernwärmekundinnen und -kunden zunächst nicht direkt betroffen. Denn im Notfallplan Gas sind bestimmte Verbrauchsgruppen besonders gesetzlich geschützt, zu der die Schongauer Fernwärme mit zentraler Wärmeerzeugung ebenfalls zählt.

Entsprechende Abstimmungen und Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit dem Gasversorger und der Bundesnetzagentur sind bereits erfolgt, sodass die Maßnahmen bei evtl. Aktivierung der Notfallstufe dann auch kurzfristig vorgenommen werden können und die Versorgungssicherheit aus heutiger Sicht gewährleistet ist. Erst bei einer weiteren Verschärfung der Versorgungslage könnte der Gesetzgeber etwa durch Rechtsverordnungen oder Verhaltensregelungen das Verbrauchsverhalten regulieren.

Im Bereich der Wasserversorgung können wir unsere Bürgerinnen und Bürger ebenfalls aufgrund unserer guten Netzinfrastruktur und Gewinnungsanlagen beruhigen. Sowohl die Grundwasserstände, Förderkapazitäten als auch die Redundanz der Energieversorgung unserer Trinkwassergewinnungsanlagen gewährleisten eine hohe Trinkwasserqualität und -sicherheit in unserem Versorgungsgebiet.

Durch unseren hohen Anteil an autarker und redundanter Energieversorgung sind auch in der Abwasserentsorgung keine Engpässe in der Entsorgungssicherheit zu befürchten.

Auch wenn Privatkundinnen und -kunden aktuell noch nicht direkt durch Einschränkungen in der Ver- und Entsorgung betroffen sind, ist Energiesparen jedoch das Gebot der Stunde. Bürgermeister Falk Sluyterman appelliert deshalb an alle Schongauerinnen und Schongauer, dass wir es schaffen müssen, mehr Menschen zu weniger Energieverbrauch zu bewegen. „Damit schonen wir das Klima, wir unterstützen den Weg hin zu mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung und die Verbraucher profitieren von geringeren Energiekosten“, ist sich Schongaus Bürgermeister sicher. Denn wer weniger Energie verbraucht, spart nicht nur Geld und schont die Umwelt, sondern trägt auch zur Versorgungssicherheit bei. Jede Megawattstunde Fernwärme und jede Kilowattstunde Strom, die eingespart wird, reduzieren den Gaseinsatz für die Erzeugung. Und jeder Kubikmeter Erdgas, der in den wärmeren Monaten nicht verbrannt wird, kann für den nächsten Winter gespeichert werden.

Die Stadtwerke Schongau arbeiten mit allen Akteuren intensiv daran, dass wir diese Krise gemeinsam und solidarisch meistern und vor allem gut durch den Winter kommen. Die Lage ist ernst, auch wenn die Versorgungssicherheit derzeit gewährleistet ist.

Ihre Stadtwerke Schongau

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