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Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt innen2

Sehenswertes Schongau

Nehmen Sie sich Zeit, den Wehrgang der alten Stadtmauer zu erkunden, die Türme und Tore zu entdecken. Beeindruckend ist die barocke Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt und das Stadtmuseum in der ehemaligen Erasmuskirche.
Zu den markantesten und wichtigsten Bauten der historischen Altstadt gehört das Ballenhaus. Das ehemalige Lager- und Ratsgebäude wurde um 1420 als freistehender spätgotischer Satteldachbau mit Treppengiebel errichtet. Nach dem Stadtbrand 1493 ließ die Stadt das Gebäude wieder aufbauen, um die Waren, die für eine Nacht hier gelagert werden mussten, zu versorgen. Im spätgotischen Ratssaal mit geschnitzter Decke aus dem Jahr 1515 tagte der Rat der Stadt. 

                                                         Ballenhaus Schongau
Die Stadtpfarrkirche ist als Werk des Rokoko typisch für den gesamten Pfaffenwinkel. Der Hofbaumeister Johann Baptist Gunetzrhainer bekam den Zuschlag für den Neubau anstelle eines gotischen Gebäudes. Der Chorstuck stammt von Wiesbaumeister Dominikus Zimmermann. Der Meister des Hochaltars ist Franz-Xaver Schmädl. Die bedeutenden Deckengemälde (1761) stammen von Matthäus Günther. Erwähnenswert ist hier die Darstellung des Hl. Geistes als Rokoko-Kavalier im Chor. 1757 schuf der Schongauer Franz-Anton Wassermann die Fresken an der Nordwand.

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Der stattliche spätgotische Satteldachbau wurde unmittelbar nach dem Stadtbrand 1493 errichtet. Er diente dem Richter und Kastner des Steingadener Prämonstratenserklosters als Amtssitz. Das Fresko zeigt den Münchner Boten.

                                                     Steingadener Richterhaus


1693 von Johann Schmuzer nach einem Holzbau erneuert, erfuhr die Wallfahrtskirche durch dessen Sohn Joseph Schmuzer im Jahr 1725 eine Erweiterung Richtung Westen. Der Hochaltar kam 1821 mit Assistenzfigur von Johann Pöllandt in die Kirche. 

                                            Heiligkreuzkapelle
Die in ihrer Länge von 1.630 Metern fast vollständig erhaltene Ringmauer im deutschsprachigen Raum südlich der Donau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Von ursprünglich 15 Türmen stehen noch 5, dazu 2 der ursprünglichen 3 Toranlagen. Begehbar ist der Wehrgang von der Tiefgarage und vom Klosterhof aus.

                                                          Stadtmaueraufgang
Das alte Schloss Schongau nutzte Herzog Christoph der Starke im 15. Jh. als wittelsbachische Nebenresidenz, später war es Sitz des Pflegers (Landrichters) von Schongau, Bezirksamt, dann Landratsamt des Landkreises Schongau bis 1972, seither befindet sich die Landratsamtdienststelle des Landkreises Weilheim-Schongau darin. Zwei Schlosstürme wurden im Spanischen Erbfolgskrieg 1704 gesprengt.

                                                      Schloss
Sehenswert ist das Stadtmuseum in der ehemaligen Erasmuskirche mit interessanten Exponaten zur Stadtgeschichte, der numismatischen Ausstellung mit dem mittelalterlichen Münzschatz und zahlreichen Votivtafeln. Der Chorstuck stammt von Johann Pöllandt, an der Nordwand ist eine spätmittelalterliche Malerei, der Passionszyklus, teilweise freigelegt. Im Fußboden sieht der Besucher eine seltene mittelalterliche Hypokaustheizung, die voll erhalten und begehbar ist. Aus der Werkstatt Ignaz Günthers ist ein Hausaltar, der sogenannte Häringer-Altar, erhalten. 

Stadtmuseum Löwe
Professor Oswald Bieber aus München erbaute 1926 das Rathaus im sogenannten Heimatstil.

                                                      Rathaus
Der mittelalterliche schmale Zugang zur Stadt war ursprünglich ein größerer Einlass für Fuhrwerke. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Durchgang zum Sonnengraben mit herrlichem Blick auf die Berge "Polizeidienerturm" genannt.

                                                           Polizeidienerturm

Im 16. Jh. übernachteten im Gasthof "Zum Stern" Kaufleute, die ihre Waren im nahe gelegenen Ballenhaus lagerten. In der jetzigen Musikschule, bürgerliches Palais aus der Barockzeit; im ersten und zweiten Stock reiche Stuckierung von Franz Schmuzer; 1902 bis 1926 Rathaus, älteste Erwähnung 1580 als Gasthof "Zum Stern".

                                                                                                                     Musikschule Kapelle Deckengemälde
In Erinnerung an die Klosterapotheke findet der Besucher des Klosterhofs Kräuterbeete mit Heilpflanzen. Für die Opfer der Hexenprozesse sind Rosen angepflanzt. An der nördlichen Kirchenmauer ist ein ausdrucksvolles Votivkreuz von Sepp Erhart zum Dank für glückliche Heimkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft angebracht. Vom Klosterhof aus erreicht man den Wehrgang der Stadtmauer.

                                                       Klosterhof
Auf dem höchsten Punkt des Rößlekellerhügels steht seit 1968 die Pfarrkirche für Schongau-West „Verklärung Christi“. Regierungsbaumeister Friedrich Haindl aus München plante den Bau, der mit seinem hohen, schlanken Turm weithin sichtbar und Wahrzeichen des neuen Stadtteils ist. Als Künstler für die Innenausstattung konnten zwei berühmte Lehrer der Münchener Kunstakademie gewonnen werden. Die Bildhauerarbeiten schuf Prof. Josef Henselmann und die Bilderwand hinter dem Altar gestaltete der Maler Prof. Franz Nagel, der sich mit dem Thema des Erbarmens Gottes auseinandersetzte.

                                                       Pfarrkirche Verklärung Christi
Der markante Turm steht an der südöstlichen Ecke der Stadtmauer. Als der Turm im 19. Jh. in den Besitz des Kasselbräu kommt, erhält er seinen Namen "Kasselturm".   

Kasselturm

Die ehemalige Karmeliter-Klosterkirche St. Anna, heute Heiliggeist-Spitalkirche wurde 1727-30 nach Plänen des Ordensarchitekts Dominikus Loipl O. Carm. und Joseph Schmuzer erbaut. Herausragend ist das Hochaltarbild "Mutter Anna und ihre Sippe" (1725) von Gottfried Bernhard Göz. Der angrenzende ehemalige Karmeliterkonvensbau ist heute das Alten- und Pflegeheim der Heiliggeist-Spitalstiftung.

                                                           Karmeliter Kloster in der Altstadt in Schongau
Das in der nördlichen Altstadt gelegene Gebäude war seit dem 14. Jh. das Münzmeisterhaus. Zwei Jahrhunderte später diente es als Stadtgefängnis und Folterstätte, 1771 erfolgte ein Neubau. Angrenzend entstand im Jahr 1904/05 das sogenannte Münztor als neuerer Mauerdurchbruch. An der Außenseite der Stadtmauer ist ein Steinrelief mit dem Stadtwappen (Professor Oswald Hoffmann, München, 1953) angebracht.

Münzgebäude mit Münztor
Die Kirche St. Sebastian wurde erstmals im Jahr 1528 erwähnt. Der Neubau mit Weihe erfolgte 1774. Zu erwähnen sind die frühklassizistische Ausstattung mit dem Hochaltar, der mit den beiden Assistenzfiguren St. Benno und St. Rochus von Johann Pöllandt versehen ist.

Kapelle St. Sebastian mit Friedhof
Als "Kühtor" ist dieser Zugang zur Stadt bereits 1392 erwähnt, weil von hier aus die landwirtschaftlichen Flächen im Westen der Stadt zu erreichen waren. Die Bezeichnung "Frauentor" gibt es seit 1699 aufgrund der Schutzmantelmadonna an der Stadtseite und der Marienfigur von Johann Pöllandt. 1984/85 wurde nach der Sanierung die "Historische Weinstube" eingebaut.

                                                       Frauentor
1803 vom letzten Klosterapotheker, dem Exkarmeliter Josef Leonhard Walcher gegründet, bestand die Klosterapotheke bis 1976. Zuvor wurde das Gebäude als Gastwirtschaft und Brauerei "zu den drei Hasen" genutzt. Der reizvolle Innenhof ist als "Löwenhof" bekannt.

Alte Apotheke 2


Löwenhof
Im ehemaligen Kastenamt des Stiftes Rottenbuch  wurden die dem Kloster zustehenden Naturalabgaben aufbewahrt und verwaltet. Der heutige Bau stammt aus dem Ende des 18. Jh. Seit 1846 ist das staatliche Finanzamt hier untergebracht.
Finanzamt

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