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Altstadt Luftbild

Liebenswertes Schongau

Die Altstadt von Schongau liegt auf dem ehemaligen Umlaufberg des Lechs. Mit ihrer überhöhten Lage, ihrer Geschlossenheit, der Vielzahl historischer Gebäude sowie dem erhaltenen Stadtmauerring verkörpert sie beinahe den Idealtyp der mittelalterlichen Bergstadt.

Die ursprüngliche Siedlung Schongau im Bereich des heutigen Altenstadt war eine welfische Gründung auf schwäbischem Gebiet. Der gewählte Standort lag strategisch günstig an der von Augsburg kommenden Reichsstraße, die sich hier teilte und über Füssen in Richtung Fernpass bzw. als Abzweig über Peiting nach Partenkirchen und weiter über den Brenner nach Italien führte.
 
Die erste urkundliche Erwähnung Schongaus findet sich um 1065/1070 in einem Traditionsbuch des Klosters Benediktbeuern in Verbindung mit dem ortsadeligen „Huc de Scongova“ („Hugo von Schongau“), der sich nach seinem Stammsitz nannte.
 
Nach Reitzenstein [1991] setzt sich der Ortsname aus dem althochdeutschen sconi -, schön, herrlich, angenehm und gewe-, Gau, Land, Gegend zusammen, es besteht wohl ein Zusammenhang mit dem Namen des durch den Altort fließenden Gewässers Schönach.

Im Mittelalter war sie ein bedeutsamer Knotenpunkt und wichtiger Handelsplatz auf der Verkehrslinie Verona-Augsburg-Nürnberg und auf der Salzstraße vom Berchtesgadener Land ins Allgäu. Der Lechrain stand im 12. Jahrhundert unter der Herrschaft der Welfen, deren Machtbereich von der Nordsee bis zum Mittelmeer reichte. Nach dem Tode Welfs VI. im Jahre 1191 fielen die lechrainischen Güter an die Hohenstaufen. 1268 kam Schongau unter die Herrschaft der bayerischen Herzöge aus dem Hause Wittelsbach.

Kaiser Ludwig der Bayer bestätigte im Jahr 1331 den Schongauer Bürgern ihr bisheriges Stadtrecht und gab nach Münchner Muster der Stadt ein eigenes Rechtsbuch und unter anderem die Privilegien der Bürgeraufnahme, der Münzprägung und der niederen Gerichtsbarkeit.
 
Als wichtiger Stützpunkt und Warenumschlagplatz für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Augsburg und Italien erhielt die Stadt immer wieder einträgliche Vorrechte und zusätzliche Begünstigungen, die Anfang des 15. Jahrhunderts zum Bau eines Kaufhauses, dem heutigen Ballenhaus führten.

Ansicht Schongau 1690
Ansicht von Schongau 1690, Kupferstich von Anton Wilhelm Ertl

Bei einem gemütlichen Rundgang durch die Altstadt sehen Sie weitere historische Gebäude wie das Münzgebäude, das Maxtor und die gut erhaltene Stadtmauer mit Türmen und Wehrgängen. Schongau gilt aufgrund der eigenen barocken Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt und der Heilig-Geistkirche St. Anna sowie der berühmten Kirchen, Klöster und Wallfahrtsorte in seiner unmittelbaren Umgebung als Tor zum "Pfaffenwinkel". Es seien nur einige Orte genannt: Wies, Steingaden und Rottenbuch. In Altenstadt, der ursprünglichen Siedlung von Schongau,  erhebt sich die romanische Basilika St. Michael. Durch seine begünstigte Lage inmitten einer abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft ist die Stadt ein Ausgangspunkt für Ausflüge in die nahen Allgäuer und Werdenfelser Berge. Die Königsschlösser Neuschwanstein und Linderhof sind in Halbtagesfahrten ebenso zu erreichen wie herrliche Bergseen und bewundernswerte Schönheiten des Lechtals, die neben Hochmooren und voralpinen Moränen das Gesicht unserer Umgebung prägen.
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